Wirtschaft

Milliarden Küken werden gerettet

today15. April 2022 15

Hintergrund

 

Seit dem 1. Januar 2022 wurde das millionenfache Töten männlicher Küken in Deutschland gesetzlich verboten. Kein Küken darf mehr wegen seines Geschlechts getötet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass für deutsche Eier keine Küken getötet werden. Teilweise schlüpfen Tiere im Ausland, bevor sie dann in Deutschland zu Eierlegen gehalten werden.

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Milliarden Küken sollen Jährlich gerettet werden: „eggXYt” hat die Lösung!

Rund sieben Milliarden männliche Küken werden jährlich getötet (45 Millionen in Deutschland (bis 2022)). Fürs Eierlegen braucht man nur Hennen, die Hähne (männliche Küken) sind wirtschaftlich wertlos, weil sie keine Eier legen und nur sehr langsam Fleisch ansetzen. Deshalb werden sie ab dem ersten Tag aussortiert und getötet und als Tierfutter verkauft.

In Deutschland wird nun den Eiern etwas Flüssigkeit entnommen und anhand dieser das Geschlecht bestimmt. Dies ist jedoch technisch erst ab dem achten oder neunten Bruttag möglich, weshalb Tierschützer dieses Verfahren stark kritisieren, da dass Embyro schon Schmerzen empfinden kann.

Eine Israelische Firma eggXYt hatten im Juli 2018 eine neue Möglichkeit entworfen: das sog. Genom-Editing-Verfahren CRISPR/Cas0.

Es soll im Erbgut des Muttertiers Eingegriffen werden und ins Erbgut der Henne ein neues Gen implementiert werden. Durch die Einbringung eines Proteins, kann unter einem UV-Licht erkannt werden, dass es sich um männliche Tiere handelt. Dadurch ist die Bestimmung des Geschlechts schon am ersten Tag möglich, die Eier können direkt aussortiert werden und für Tierfutter, der Kosmetikindustier oder als Frühstücksei bereitgestellt werden. Das Motto: „Aussortieren, bevor gebrütet wird”. Wird unsere Technologie eingesetzt, geht die Zahl der ungewollten männlichen Küken weltweit von sieben Milliarden runter auf null,” sagt Yehud Elram, einer der Firmengründer. Elram betont: „Bei unserem Produkt bleibt die weibliche Legehenne genetisch unberührt, ihre DNA ist identisch zu der eines normalen weiblichen Huhns.” 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Forschung zur Geschlechtserkennung im Ei in den letzten vergangenen Jahren mit fünf Millionen Euro gefördert.

 

Risiken und Probleme bei dieser Methode

Durch dieses Verfahren gäbe es nun eine Möglichkeit, das Geschlecht schon frühe zu erkennen, anstatt erst ab dem achten oder neunten Bruttag. Doch dazu müsste man das fremde Erbgut in die Mutterhennen-Linie eingebracht werden. Diese Hennen müssten anschließend ein Zulassungsverfahren nach EU-Gentechnikrecht durchlaufen. Die Nachkommen dieser modifizierten Hennen die dann als Legehennen Eier produzieren, haben dieses eingefügte Protein nicht. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es durch diesen Eingriff im Erbgut der Mütter zu unerwünschten Veränderungen kommt.

Diese Veränderung könnten die Hennen dann an ihre Nachkommen weitergeben. Dann stellt sich die fragen, ob man diese Nachkommen als gentechnisch verändert bewerten muss.

 

Ethische Fragen kommen hinzu

Ob man tatsächlich von Lebensrettung reden kann, wird stark kritisiert und ist umstritten. Man verhindert, dass Leben überhaupt entsteht.

Solche Verfahren bekräftigen eine extreme Hochleistungszucht, die Tierschützer als Qualen für die Tiere bei der Haltung ansehen, bei Legehennen ebenso wie bei den Masthühnern. „Die heutigen Legehennen sind hochgezüchtete Eierlegemaschinen innerhalb eines kaputten Systems, die Küken frage damit auch eine Systemfrage“, argumentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

 

Genveränderter Eier wollen Verbraucher nicht kaufen: VLOG kritisiert EU

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) beauftragte eine repräsentative Civey-Umfrage, bei der heraus kam, das 70% der Befragten keine genveränderten Eier kaufen würden. In Deutschland sind alle Lebensmittel gentechnikfrei. Erlaubt sind hier nur Vitamine und Arzneimittel, die im Futter gentechnisch verändert wurden. Bei Bio-Eiern ist auch verändertes Futter verboten.

Alexander Hissting (Geschäftsfrüher VLOG) fordert eine klare Kennzeichnung, bei der entwickelten Methode durch eggXYt und äußerte sich so: Wenn Legehennen und Eier direkt von einem gentechnisch veränderten Tier abstammen, sind selbstverständlich auch sie Gentechnikprodukte. […]” VLOG lobte, dass aktuell 70% der Eier in Deutschland ohne Gentechnik-Futter produziert werden. „Dieser Erfolg wäre ernsthaft in Gefahr, wenn die EU bei ihrer Bewertung bliebe und diese Art von Gentechnik-Eier ungeprüft und ungekennzeichnet auf den Markt kämen”, sagte Alexander Hissting. 

Hissting hofft, dass sich der deutsche Agrarminister Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) dafür in Brüssel stark macht.

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Geschrieben von: Simon G.

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